Verkehrssicherheitswoche an den Berufsbildenden Schulen Duderstadt gestartet

Eichsfelder Tageblatt vom 05.09.2017

Mehr Sicherheit im Verkehr: Unfallzahlen sollen sinken

 Von Axel Artmann

Prävention an den Berufsbildenden Schulen in Duderstadt soll für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Foto: Mischke

Duderstadt. Prävention und Repression sind Standbeine der am Montag eröffneten Verkehrssicherheitswoche 2017, die von der Polizei Duderstadt und den Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt ausgerichtet wird. Ziel ist, die Zahl der Verkehrsunfälle mit jungen Fahrern zu verringern.

„Als Mutter von drei Söhnen liegt mir besonders daran, dass Prävention zusammen mit der Polizei Einzug in Schule hält“, sagte BBS-Leiterin Sabine Freese zum Auftakt der in zweijährigem Abstand ausgerichteten Verkehrssicherheitswoche. Sie erinnerte daran, dass besonders junge Verkehrsteilnehmer häufig an schweren Verkehrsunfällen beteiligt seien.

Alkohol und Drogen vermeiden

Freese kam auf verschiedene Risiken zu sprechen. „Die Konzentration auf das Fahren geht nicht zusammen mit der Handynutzung“, betonte sie. Manchmal sei es besser, das Handy abzuschalten „um erst gar nicht verführt zu werden“, so ihr Appell.

Alkohol und andere Drogen sollten „unbedingt vermieden werden, wenn man mit eigenem Auto noch nach Hause fahren will“. Freese: „Unterstützt euch gegenseitig, schaut, dass eure Freunde nicht ins Auto steigen, wenn es in Zusammenhang mit einem Rauscherlebnis steht.“ So könnten Leben gerettet werden. Imponiergehabe könne in Zusammenhang mit Handy und Alkohol „ganz gravierend“ ausfallen.

„Wir möchten, dass niemand mehr im Verkehr zu Tode kommt oder schwer verletzt wird“, betonte Karl-Hubert Wüstefeld, Leiter des Polizeikommissariats Duderstadt. Er hoffe, „dass das, was wir diese Woche hier mit ihnen durchexerzieren, lange, lange vorhält, damit sie nicht Opfer eines Verkehrsunfalls werden“.

Die Anzahl der Verletzten und Toten in der Gruppe junger Fahrer sei doppelt so hoch wie in allen Altersgruppen. Der Erste Polizeihauptkommissar kündigte an, dass die Polizei in dieser Woche „so richtig stark unterwegs“ sei. Es werde verstärkte Verkehrskontrollen geben. Unterstützt würden die Beamten von zusätzlichen Kräften aus Göttingen. „Wir möchten, dass sie überleben, dass sie nicht schwer verletzt werden und vor allem, dass sie nicht Bestandteil unserer Unfallstatistik werden“.

Aktionstage mit
Fahrsimulator und Rauschbrillen

„Ich habe nicht immer alles richtig gemacht, meine Freunde und ich hatten auch den Schutzengel, den man braucht, den man aber nicht provozieren kann“, betonte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Er rief den Schülern ins Gedächtnis, „dass man sein Leben mit einem Telefonat, mit einmal Alkohol, mit einmal Drogen versauen kann“. Er appellierte an die Schüler, nicht nur in dieser Woche, sondern auch in ihrer weiteren Lebensspanne darüber nachzudenken.

Zum Programm der Verkehrssicherheitswoche für die BBS-Schüler gehören Aktionstage am Dienstag und Mittwoch. Der Fahrsimulator des TÜV Göttingen stehe am Dienstag in der Kfz-Halle. Präventionsbeauftragter Dierk Falkenhagen will einen Rauschbrillenparkours aufbauen, außerdem könnten die Schüler in einem Bus erfahren, welche Gefahren vom toten Winkel ausgehen. Am Mittwoch werde die Fahrschule Post auch im Namen des Schutzengelvereins mit einem Fahrsicherheitstraining dafür sensibilisieren, welche Gefahren von der Ablenkung beispielsweise durch das Smartphone und ähnlichem ausgehen.

Donnerstag und Freitag will Falkenhagen die Schüler dafür sensibilisieren, welche Gefahren im Straßenverkehr auf sie lauern. Außerdem möchte er das Schutzengelprogramm vorstellen.

Wir möchten, dass niemand mehr im Verkehr zu Tode kommt oder schwer verletzt wird.

Karl-Hubert, Wüstefeld, Leiter Polizeikommissariat Duderstadt