BBS Duderstadt goes 2025 Pilotprojekt Pflegeassistenz

Zeugnisübergabe für mehr Pflegekräfte

BBS Duderstadt hat Kurzbildungsgang für Pflegeassistent*innen initiiert

Die erste Runde eines Innovationsprojekts an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt ist erfolgreich zu Ende gegangen. Nach 40 Unterrichtstagen in einem halben Jahr haben sieben Frauen und ein Mann ihre Zeugnisse als Pflegeassistent*innen entgegengenommen. Viel gekämpft hätten sie, sich oft gefreut und auch gelitten, beschrieb Klassenlehrerin Judith Schöttler die Gruppe im Alter von 25 bis 52 Jahren. „Ich schmeiß hin“, habe eine der Teilnehmerinnen in einer schweren Stunde gemeint, sich aber doch zum Weitermachen durchgerungen. „Ihr seid immer wieder auf der Matte erschienen“, lobte Schöttler die Gruppe mit Manuela Degenhardt, Momin Ibrahim Hasani, Manuela Reich, Carolin Rexhausen, Franziska Schneider, Tanja Seifert, Melanie Steinhoff-Gries und Arnika Wauge. Und das Beste zum Schluss: „Ihr habt alle bestanden.“ „Toll, dass Sie in ihrem Alter noch einmal die Schulbank gedrückt haben“, sprach Schulleiterin Sabine Freese dem vierköpfigen Lehrkräfte-Team aus der Seele. Angesichts des großen Pflegenotstands habe die BBS Duderstadt als erste Schule in Niedersachsen den Kurzbildungsgang Pflegeassistenz ins Leben gerufen, berichtet Katja Fürstenberg als Leiterin der Abteilung Gesundheit. Interessierte mit einem Hauptschulabschluss oder einem Äquivalent und mindestens drei Jahren Berufserfahrung in einem pflegerischen Arbeitsfeld können sich nach einem Beratungsgespräch für diese Kurzfortbildung anmelden. Weitere elf Berufsschulen in Niedersachsen hätten sich zur Nachahmung entschlossen, weiß sie.

Sehr beeindruckt zeigte sich die Lehrer-Crew nicht allein vom Fleiß der Truppe, sondern auch von ihrem Zusammenhalt. Schon eine Weile vor der Ausgabe der Zeugnisse sind die nun staatlich geprüften Pflegeassistent*innen zusammengekommen. Ihre Begründung: „Wir sehen uns sonst nicht mehr.“

Für ein Jahr ist das Projekt verlängert, schon im Februar startet die nächste Gruppe. Interessierte, die im August beginnen wollen, sollten ihre Anmeldung bis spätestens 26. Juli 2025 einreichen. Weitere Infos über den Kurzbildungsgang finden sie auf der Homepage der Schule unter www.bbs-duderstadt.de <http://www.bbs-duderstadt.de> .

Freisprechung der Kfz. – Mechatroniker

Erhebung in den Gesellenstand

Nach erfolgreicher Ausbildung haben alle sieben Auszubildenden, die in der BBS Duderstadt zur Schule gingen, im Februar ihren Gesellenbrief erhalten.

Die Fachlehrer Thomas Sattler, René Otto und Teamleiter Reinhold Schrader gratulieren.

Lennard Artmann (Jörg Westphal, Osterode), Tim Knöchelmann (Markus Teichgräber, Ebergötzen), Elias Lorscheider (Matthäus Erhardt, Obernfeld), Mick Peter ( Reifen Erhardt, Duderstadt), Jannik Reimann (Autohaus Falke, Herzberg) und Aaron-Ragnar Schmack (Autohaus Siebrecht, Uslar) zur bestandenen Prüfung.

Bereits im Sommer hat Mario Claus (Opel- Dürkop, Göttingen) seinen Gesellenbrief erhalten.

 

„Schmockimat“ in Duderstadt ist umgezogen

Artikel im Eichsfelder Tageblatt vom 17.05.2024


Snackautomat von Influencer Rene Schmock steht nun an den Berufsbildenden Schulen

Von Christine Mühlberg 

Duderstadt

Der Snackautomat von Influencer Rene Schmock, genannt „Schmocki“, hat einen neuen Platz gefunden: Der „Schmockimat“ in Duderstadt steht nicht mehr vor dem Geschäft von deinmäher.de, sondern an den Berufsbildenden Schulen (BBS). „Hier habe ich meine Lkw-Ausbildung gemacht“, sagt Schmock in einem Instagram-Video, in dem er seine Fans am Umzug seines „Schmockimaten“ teilhaben lässt. Dort ist zu sehen, wie er den Automaten mit Freunden eigenhändig auf einem Hubwagen durch Duderstadt gezogen hat.

Warum der „Schmockimat“ den Standort wechselt, ließ der Influencer und TikTok-Star zunächst offen. „Er musste nicht weg, aber wir sind umgezogen“, sagt Schmock in seinem Video. Seine Fans rätseln darüber in den Kommentaren. Einige vermuten, dass Schmock dort mehr Umsatz machen wird.

Werbung auf Social Media gegen sinkende Schülerzahlen

Dass er den Schülern „das Geld aus der Tasche ziehe“, dem widerspricht Schmock bei einem Treffen vor Ort. „Wenn ich meinem Sohn einen Zehn-Euro-Schein gebe, bin ich froh, wenn er sich etwas Besonderes holt“, sagt der Influencer. In seinem Automaten gebe es Süßigkeiten, „die es woanders nicht gibt“. Außerdem könne jeder selbst entscheiden, ob er sich etwas aus dem Automaten kauft oder nicht, meint Schmock. Mit der Geschäftsleitung von deinmäher.de sei er im Guten auseinandergegangen. Die Anfrage, den „Schmockimaten“ vor den BBS aufzustellen, sei von der Schule ausgegangen, sagt Schulleiterin Sabine Freese. Denn mit Rene Schmock habe man ein Vorbild für die Schüler: Der TikTok-Star zeige allen Jugendlichen, die über eine Karriere als Influencer nachdenken, zunächst eine Ausbildung abzuschließen, sagt Freese. „Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass man nach einer bodenständigen soliden Ausbildung einen ganz anderen Weg einschlagen kann.“

Da die BBS mit „leicht sinkenden Schülerzahlen“ zu kämpfen habe, wolle die Schulleitung so auf das Bildungsangebot der Schule aufmerksam machen und auf Social Media zeitgemessene Werbung machen, sagt Freese. Ebenso sei ein Vortrag des Influencers in Planung.

Angst vor Sprengung?

Duderstadt und der „Schmockimat“ haben eine komplizierte Vorgeschichte: Zweimal war der Automat des Influencers von Unbekannten gesprengt worden, ohne dass Geld oder Inhalt gestohlen wurde. Schmock hatte den Automaten nach der zweiten Sprengung wieder aufgestellt – trotz finanziellen Schadens von 15.000 Euro nach eigener Schätzung. „Im Endeffekt schaden die Täter nicht uns, sondern der Versicherung. Und vor allem den Leuten, die extra hierherkommen, um sich Snacks zu holen“, sagte Schmock. Andere Snackautomaten wie die von Damian Maziossek in Seeburg oder Oliver Libal in Holzerode sind bisher nicht zum Ziel geworden.

Hat man an den BBS nun die Befürchtung, dass der Automat erneut gesprengt werden könnte? „Nein“, sagen Schulleiterin Freese und Koordinatorin Katja Fürstenberg. Das Risiko einer Sprengung sei laut Fürstenberg standortunabhängig. Sicherheitsbedenken gebe es daher nicht. Sollte der Automat doch beschädigt werden, würden die Kosten von der Versicherung übernommen, so Fürstenberg.

„Schmockimat“: Beliebt in der Göttinger Innenstadt

Auch in Göttingen betreibt der Influencer einen Snackautomaten in der Innenstadt. Hier hat es bislang keinen Vandalismus gegeben – im Gegenteil: Der Automat kommt gut an bei Schmockis jungen Fans. Auch Pläne für einen zweiten Automaten in der Innenstadt hatte es gegeben. Da Schmock damit an der geplanten Stelle jedoch gegen die „geltende Sondernutzungssatzung“ verstoße, hat die Stadt Göttingen den Aufbau verboten.

Schmock hat derzeit vier Millionen Follower auf TikTok und 474.000 Follower auf Instagram. In seinen Videos nimmt er seine Fans regelmäßig mit durch seinen Alltag.

 

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